Neues vom Schlafbaum
  • Servicekurznachrichtennachlese

    • Das Eis im neueröffneten Eisladen schräg gegenüber dem Wasserfall in der Kreuzbergstraße schmeckt auch beim dritten Mal noch verdammt gut und der Laden hat endlich abends so lang auf, wie ich es mir vom alten gewünscht habe.
    • Mein Fotoapparat ist schon nach sieben Tagen wieder aus der Reparatur. Ob die Flecken im Bild weg sind, kann ich nicht genau sagen, weil man die ja nur bei blauem Himmel richtig sehen konnte und das Wetter uns diesen – keinen Tag zu früh – für’s erste verwehrt.
    • Bei hässlichem Wetter mit einem Nabendynamo zu fahren und bei völliger Stille keine Sorge um sein Licht zu haben ist eine Erleichterung, die wohl realistisch betrachtet nur von Gladbachs Gewinn der Relegation übertroffen werden kann.
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  • Good at clapping

    Kaki King war schon wieder in der Stadt und ganz alleine, die arme. Naja, fast – etwas Unterstützung an der Trompete gab es, aber den überwältigend großen Rest des Abends bestritt sie allein mit ihren Gitarren. Auch wurde wieder viel erzählt, vielleicht hielten sich Musik und Erzählungen sogar die Waage. Das lag aber vielleicht auch an der Umgebung: ein kleiner, gar intimer, bestuhlter Saal irgendwo oben im Admiralspalast.

    Aufgrund der Bundespolizei* bin ich leider zu spät gekommen und so ist es mir zeitlich, in erster Linie aber auch gedanklich nicht so recht gelungen, in das Konzert reinzukommen, wofür ich bei Frau King herzlichst um Verzeihung bitte. Es war in echt sicherlich viel besser, als ich es an dem Abend finden konnte. Und dabei fand ich es gut. Genug mitbekommen habe dann trotzdem: „Germans are good at clapping“ und damit haben wir sie genötigt, ausreichend lang zu spielen und das kann sie ja nun ganz hervorragend – auch allein.

    Weil mein Fotoapparat noch in Reparatur ist, kann ich dieses Mal nicht einmal mit einem schlechten Konzertfoto dienen. Die, die ich mit dem iPhone gemacht habe, sind selbst für die Leserschaft zu unterirdisch.

     

    *Ich hatte mit der Bundespolizei übrigens nicht persönlich zu tun, die wollte nur in einen Zug, in dem ich saß.

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  • Ablösung

    Das gute alte

    Das gute alte

    Gesprochen habe ich davon schon ewig. Man spricht ja so oft erst lange, bevor Taten folgen. Jeder kennt das doch: Man weiß, dass es nicht mehr so gut läuft, man entfernt sich voneinander und irgendwann ist es nur logisch, sich zu trennen, auch wenn man noch festhält und die guten Seiten betont, obwohl das Herz schon längst was anderes sagt. Irgendwann kommt dann der Punkt, an dem es für alle besser ist, dem Neuen eine Chance zu geben.

    Das gute neue

    Das gute neue

    So hat mein gutes, altes Rad jetzt nach der letzten größeren Tour in der vorletzte Wochen den Weg in den Keller gefunden (nachdem ich ihm den gezeigt habe) und wurde heute von mir durch ein gutes, neues Rad ersetzt.

    Wie das am Anfang so ist, muss man sich erst annähern. Bei aller Wehmut fühlt es sich schon besser an, wirkt verlässlicher, ist in der Lage, mir etwas zu geben und irgendwie bin ich mit dem Tausch auch ein Stück gewachsen (und etwas spießiger geworden, so mit Nabendynamo und so), aber noch fehlt so die enge Bindung und der Charakter. Das wird vielleicht schon morgen kommen, wenn das Wetter mitspielt und es mal aus Berlin rausgeht.

    Mach es gut, altes Rad – es war eine schöne Zeit.

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  • Servicekurznachrichten

    • Mein Lieblingseisladen in der Kreuzbergstraße wurde verbergmannstraßt: Die Sortenauswahl hat sich halbiert und bodenständiges wie Zitrone wurde durch Käsekuchen ersetzt. Aufgrund der weiterhin unverschämt guten Qualität kann ich mich aber vielleicht an die einzige Fruchteiskombination Orange-Mango gewöhnen.
    • Weiterhin Thema Auswahl: In einem der größten Baumärkte innerhalb des S-Bahnrings gibt es genau einen Klappstuhl zu kaufen und der trägt nur maximal 80 Kilo. In Ermangelung einer Körperwaage halte ich mich für soeben noch tragbar.
    • Ich musste einen Fotoapparat in die Reparatur bringen, weil meine kompletten Urlaubsfotos dunkle Flecken am Himmel zeigen, die in echt nicht da waren. Der Auftrag wurde bedenkenlos angenommen – ich bin gespannt, was dabei herauskommt. Fühle mich nackt ohne Fotoapparat.
    • Ich habe mich noch nie so gefreut, nachts betrunken fast vor eine Schranke gefahren zu sein: die geschlossene Schranke am Marktplatz. Jetzt können auf dem Platz endlich wieder Kinder spielen, meinetwegen sogar laut. Kinderlärm ist Musik (für eine kurze Zeitspanne im Leben, in der ich mich offenbar befinde).
    • Empfehlung an alle Menschen, die in einem Haus ohne Dachterrasse leben: in ein Haus mit Dachterrasse ziehen.
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